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Biographisches

Biographisches

Dr. Holger Eichhorn

geb. in Bromberg (heute Bydgosz); aufgewachsen in einem außerordentlich musikliebenden Pfarrershaus bei Bremen; zunächst Violin-Unterricht, humanistisches Gymnasium, bald erster Umgang mit Blechblasinstrumenten (kirchlicher Bläserchor); gegen Ende der Schulzeit aktives Engagement für damals zeitgenössische Jazzmusik; hieraus wichtige Erfahrungen: Ensemble-Spiel/-Interaktion, Hören/Reagieren/Erfassen harmonisch/affektiver Strukturen, rhythmisch/-zeitliche Disziplin, kreative und komplex begriffliche Impulse u.a. zur Improvisation; Entwicklung eines Sensoriums für Atmosphäre und Verdichtung der Beziehung zwischen Reproduzenten und Rezipienten.

Nach dem Abitur Pflegedienst (Diakonisches Jahr), danach Studium der Komposition an der HdK Berlin, an der FU Medizin und Theologie; seitdem erste Experimente mit historischen Instrumenten; autodidaktisches Studium des Zinken (Cornetto);

1967 Studium der Musikwissenschaft an der Freien Universität Berlin (bei Rudolf Stephan, Reinhold Brinckmann, Arno Forchert u.a.); dann später absolvierte Promotion (Giovanni Gabrieli: Stilkritische Studien zum Spätwerk in deutschen Quellen des 17. Jahrhunderts); damals bereits entstanden in zunehmendem Maß freiberufliche musikwissenschaftliche Tätigkeiten (Vorträge, Seminare, Führungen/Demonstrationen u.a.) und professionelle Aktivitäten als ausübender Musiker (s.u.), die mehr und mehr in den Vordergrund traten.

Seit Ende der 60er Jahre zunehmende Konzert- und Rundfunk/Schallplatten-Aufnahmen (Sende-Anstalten und Plattenfirmen: s.u. und Diskographie): als Zinken-Solist mit verschiedenen Ensembles und Chören, von Beginn der 70er Jahre an überwiegend als Ensemble-Leiter; gegen Mitte der 70er Jahre Gründung der MusicalischenCompagney – mit dem dezidierten Ziel einer stringent ergiebigen Koordination von streng wissenschaftlichem Ansatz und musikantischer Beweglichkeit und Transparenz zu möglichst lebendiger Präsentation.

Ab 1969 enge Zusammenarbeit mit dem Staatl.Institut für Musikforschung / Instrumenten-Museum Berlin (mit Hans Peter Reinecke: Experiment / Demonstration / Dokumentation...); sporadische Zusammenarbeit mit Theatern (z.B. 1975/76 mit Peter Stein/Schaubühne: umfangreiches Shakespeare-Projekt...); Schul- und Kinder-Projekte: mit u.a. RIAS, Schulsenat Berlin, musik og ungdom: Dänemark...); 1972/1974 Gründung der Musicalischen Compagney.

Gegen Ende der 70er Jahre verstärkte Autoren-Tätigkeit (s.u.: Musikalische und musikwissenschaftliche Aktivitäten); zunehmend freie Dozenten-Betätigung: Einladungen an Musik-Hochschulen, Musikwissenschaftliche Institute und Kirchenmusikschulen zu Vorlesungen, Kursen, Seminaren...u.a.in: Berlin – Bremen – Hamburg – Görlitz – Frankfurt/M – Bologna – Pistoia – Rom – Basel – Zürich – Bern – Klagenfurth – Graz – Wien – Los Angeles – New York – Boston – Aarhus – Kopenhagen – Stockholm – Krakov – Warschau – Prag...

Schallplatten/CD-Aufnahmen seit 1968 (siehe „Discographie“)
1987-1993: Gastprofessur für „Alte Musik, Interpretation und Aufführungspraxis“ an der HdK Berlin; seither freiberufliche Tätigkeiten als Ensemble-Spieler und -Leiter, als Musikwissenschaftler (Autor, Dozent, Referent...), Rundfunkmitarbeiter; als Koordinator und Dramaturg sowie als Dirigent relevanter Projekte (inkl. ihrer musikologischen Auf-, Vor- und Nachbereitung als auch Begleitung, s.u.: Höhepunkte) wie z.B. H. Scheidemann: Sämtl.Orgelmotetten  (inkl. ihrer Vorbilder: O.Lasso/H.L.Hassler...:1996), Festmusik zum Westfälischen Frieden (1998), Gabrieli Tedesco (1997 und 1999), H. Schütz: Verkündigungs-Historia (Rekonstruktion, 2001), O. Lasso: Bußpsalmen (mit Tölzer Knabenchor: 2002 und 2004),  J.S. Bach: Stil’Antico-Motetten à 4 (2003). Neben diesen musikalischen  Aktivitäten Herausgebertätigkeit, u.a. ab Juni’07:  Rosenmüller-Gesamtausgabe.

Konzerte in: Spanien - Frankreich - Italien - Österreich - Schweiz - USA - Dänemark - Schweden - Polen - Tschechien - Slowakei - Belgien - Holland - u.v.a.

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